„Wieder hier“ oder „Was die Woche so passiert ist“

Hallo Gnubuntux-Leser!

Wie ihr sicher mitbekommen habt, war ich diese Woche in Urlaub. Braungebrannt habe ich gestern die vergangenen Ereignisse durchstöbert. Passiert ist in der OpenSource-Welt meiner Meinung nach sehr viel. Den Rest des Beitrags lesen »

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Ubuntu Ultimate Edition unbrauchbar

Am gestrigen Freitag erschien ein Bericht auf linux.com zur Linux-Distribution Ubuntu Ultimate Edition. Demnach ist das Betriebssystem kaum brauchbar und schon gar nicht als „ultimate“ einzustufen.

Ultimate Edition (UE) 1.8 ist ein angepassts Ubuntu Hardy Heron mit zusätzlichen Software-Quellen und einem anderen Design. Das Ziel der Entwickler, eine verbesserte, ja die ultimative Ubuntu-Version zu erschaffen ist der Meinung des Testers nach ziemlich verfehlt worden. Das Thema des Desktops ist verwirrend und keineswegs benutzerfreundlich, auch wenn das Design beim ersten Blick ziemlich modern aussieht. Es ist sehr dunkel, schwarz mit einigen blauen Elementen.

Das Design weist an allen Ecken Inkonsistenzen auf. Normalerweise ist die Schrift auf dunklem Untergrund weiß. In einigen Programmen ist dies aber anders und schwarze Schrift auf dunkelblauem Hintergrund liest sehr schlecht. Außerdem beginnen die Augen bei längerem hinsehen zu schmerzen. Anwendungen haben ein uneinheitliches Aussehen. Während die meisten Programme einen dunklen Hintergrund haben, ist Amarok zum Beispiel weiß und passt so gar nicht in den Desktop. In OpenOffice.org Writer schreibt man nicht schwarz auf weißem Hintergrund, sondern schwarz auf grauem Hintergrund. Auch nicht gerade – ergonomisch.

Das Aussehen der Distribution ist allerdings nicht das einzige Problem. Obwohl es sich bei Ubuntu Ultimate um ein angepasstes Ubuntu handelt, funktionieren einige Dinge ganz anders als im Original. Während alle anderen Debian-basierenden Distributionen bei Updates zuerst die Dateien herunterladen um sie im nachhinein zu installieren, erledigt UE (Ultimate Editon) diese Aufgabe anders. Jedes Paket wird einzeln heruntergeladen und gleich anschließend installiert. Der Vorgang dauert länger und der Benutzer wird immer wieder mit Fragen unterbrochen die während der Installation auftreten (Lizenzbestimmungen usw.), welche unter normalen Debian-basierenden Distributionen alle gleichzeitig gestellt werden. Außerdem wäre es möglich, dass bei einer unterbrochenen Internetverbindung das komplette System zerstört wird. Benötigt ein wichtiges Programm noch ein weiteres Paket um ordnungsgemäß laufen zu können, dieses aber kann nicht mehr heruntergeladen werden, während das andere schon installiert ist, so kann das System unter Umständen unbenutzbar werden.

Ultimate Edition will eine Distribution sein die alles mitbringt was benötigt wird. Die ISO-Datei ist aber umsonst 1,3 GB groß. Während in Ubuntu Hardy Flash mittlerweile automatisch installiert wird, muss in UE alles von Hand gemacht werden. Ebenfalls fehlen die Pakete für Rechtschreibprüfung von OpenOffice.org standardmäßig.

Mit einem Hauch Ironie beschrieb der Autor des Berichtes dann, was UE mehr hat als Ubuntu. Sechs Entwicklerumgebungen, drei Programme für BitTorrent, drei Messenger-Programme, zwei IRC-Clienten und – Notepad, Windows Notepad ausgeführt mit Wine. Was in ausreichender Menge vorhanden ist, sind Spiele. Spiele über Spiele. Um nur einige aufzulisten: America’s Army, Wolfenstein: Enemy Territory, Open Arena, Nexuiz, Glest und Legends.

Mit folgendem Fazit schließt der Tester ab: Für Anfänger ist es besser ein reines Ubuntu zu installieren und, falls benötigt, Software-Quellen manuell hinzuzufügen als die – sogenannte – Ultimate Edition – zu verwenden und sich mit den vielen Fehlern herumzuärgern.

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Acer will Linux auf Notebooks fördern

Nach einem Interview von vnunet.com, will der Computerhersteller Acer das freie Betriebssystem Linux verstärkt auf Notebooks fördern.

Erst vor kurzem stellte Acer ein ultramobiles Billig-Notebook vor. In Zukunft will Acer auch auf größeren Modellen Linux vorinstallieren, so erklärte Vizepräsident der Marketingabteilung von Acer. „We have shifted towords Linux because of Microsoft“ – „Wir wechseln wegen Microsoft zu Linux“, so sagt er weiter. Microsoft habe große Macht, aber Acer werde hart daran arbeiten und den Linux-Markt fördern.

Gründe für einen verstärkten Einsatz von Linux nannte er auch. Betriebssystem und Software seien günstiger, der Start des Betriebssystems würde sich stark beschleunigen lassen. Außerdem könnte die Akkulaufzeit von fünf auch sieben Stunden erhöht werden.

Um das Angebot attraktiv für Kunden zu machen, will Acer den Preis für Linux-Notebooks im Vergleich zu Windows-Äquivalenten tiefer ansetzen. Vor allem im Billigsegment sollen Linux-Lapotps verkaufsfähig sein. Auf einem 1500€-Notebook würden die 50€ Lizenzkosten keinen Unterschied machen, auf 250€-Computern aber schon.

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Asus EEE-PCs in Deutschland nur mit Windows XP?

Auf sehr vielen Nachrichtenseiten im Internet wurde heute der neue EEE-PC von Asus offiziell vorgestellt. Demnach wird es in einigen Monaten drei neue, kleine Notebooks und eine Desktop-Version mit EEE-PC ähnlicher Ausstattung geben. Da technische Details aber auf tausend anderen Seiten nachgelesen werden können, sehr ausführlich zum Beispiel auf heise.de, möchte ich hier auf einen anderen Punkt eingehen.

Ich bin mir zwar nicht sicher, inwieweit man den Angaben von linuxcommunity.de Glaube geschenkt werden darf, beunruhigend sind die genannten Fakten, Vermutungen oder was auch immer trotzdem. Scheinbar soll die Linux-basierende Xandros-Lösung mit der liebevoll, von Asus selbst gestalteten Oberfläche, welche möglicherweise ein ausschlaggebender Erfolgsfaktor für den „Billigen, Kleinen“ war, nun komplett durch Windows ersetzt werden. Zumindest in Deutschland soll nur die Windows-Version angeboten werden. In vielen anderen Ländern soll es sowohl Linux als auch XP geben.

Eine Begründung dazu hab ich noch nirgendwo lesen können, doch Spekulationen über die gesteigerte Lobbyarbeit von Microsoft sind nicht zu übersehen. Eines ist sicher: Microsoft setzt alles daran, um mit ihrem Betriebssystem, Windows, Platzhirsch im Computermarkt zu bleiben. Weitere seltsame Geschehnisse spielten sich vor wenigen Wochen in Australien ab. Scheinbar ist dort der Linux-EEE teurer als sein Windows-Äquivalent. Im ersten Moment mögen der größere Speicher der Linuxversion (20 statt 12 GB) ja über den höheren Preis hinwegtäuschen, anschließend fragt man sich aber ja doch wo die Lizenzkosten für Windows geblieben sind, die eigentlich mit dem niedrigeren Speicher bei der Windowsversion ausgeglichen werden sollten. Außerdem, so berichtet einfach-eee.de, soll das kleine Notebook mit Windows im Fachhandel verfügbar sein, während die Linuxversion nur über Reseller bezogen werden kann.

Ich will hier weder Microsoft, noch Asus verurteilen, allerdings ist mir das Verhalten von Asus schleierhaft. Was in einigen Foren und Blogs zu lesen ist, dürfte dem PC-Hersteller jedenfalls nicht sehr gefallen. Aufgebrachte Linuxer schreiben: „EEE wird nur mit Linux gekauft, gibts das nicht, dann halt nicht!“

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